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Im Gedenken an meinen Freund Lutz Badura, der am 2.Oktober 2005 unter tragischen Umständen ums Leben gekommen ist.



Ausblick vom Mörderjoch und Einfahrt zur Münchner Variante


Spaltenbergungstechnik mit dem Dreifußgerät durch die
Bergrettung Tirol Joe Redolfi Aron Melmer, Markus Kopriva


Abseiltechnik passiv und aktiv mit Sportgerät „vertikal“


GOTS GOES FREERIDING
2. Freeridesymposium Kaunertal 2004

Vom 25. – 28. 11. 2004 fand unter der Leitung von Klaus Dann zum 2. Mal ein sportmedizinisches Symposium im Kaunertal in Österreich in Kooperation mit dem ÖAMTC-Stützpunkt Landeck/Zams C5, der Bergrettung Tirol und dem Krankenhaus Zams-Abteilung für Anästhesie und Unfallchirurgie statt.

Gastgeber war wie im Vorjahr der Berg- und Snowboardexperte Lutz Badura von Top Snowboarding Kaunertal.


Bild 1: G Ring, , L Badura , B Autried, C Schwarzwimmer, K Dann, G Rappold, KH Kristen

Themen der Veranstaltung waren:
Erstversorgung und Bergungstechniken bei Wintersportverletzungen (Theorie und Praxis)

• Postoperative Versorgung von Schulter-, Knie- und Sprunggelenksverletzungen
• Mit aktiven Bewegungsschienen und Orthesen

• Thromboprophylaktische Maßnahmen nach Knie und Sprunggelenksoperationen mit dem AV-Pumpensystem
• Molekulare Orthopädie

Im kleinen Kreis mit Teilnehmern aus Deutschland und Österreich wurden die medizinischen Themen, wie auch die praktischen Übungen am Berg ausgeführt.

Dank günstiger Wetterlage war trotz geringer Schneeverhältnisse das Symposium auch bezüglich der Outdoor - Aktivitäten ein voller Erfolg.

Im Mittelpunkt der praktischen Übungen standen diesmal Gletscherspaltenbergung mit dem Dreifußgerät, aber auch die Kameradenspaltenbergung, wie Abseilübungen mit angeschnalltem Sportgerät auf dem Programm.

Nach entsprechender Vorbereitung mit Lawinen und vor allem allgemeiner Schneekunde, sind wir in 2 Gruppen auf die umgeben Gipfel Weißseespitze und Mörderjoch gestiegen und haben seit längerer Zeit wieder Bergluft geschnuppert und den Weitblick genossen, einfach ein Traum dieses Paradies auf 3000 m Höhe.

Lutz hat für beide Gruppen offensichtlich noch Tiefschnee reserviert und so konnten wir ein kurzes Stück die Variantenabfahrt im Neuschnee genießen und alle kamen wieder bestens gelaunt zur Nachmittagsvorlesung.

Danach demonstrierten die Bergrettungsleute Joe Redolfi, Aron Melmer und Markus Kopriva von der Unfallabteilung KH Zaums das Dreifußgerät, ein neues Spaltenbergungsgerät.

Schon beeindruckend wenn man erstmals gesichert in das Maul einer Gletscherspalte einfährt und am rettenden Seil hängt. Die Teilnehmer konnten unter diesen gesicherten Umständen einen Blick in das ewige Eis machen und mit großem Respekt haben wir die Gletscherspalte wieder verlassen.

Nach dieser Bergeübung landete dann noch Christophorus V und demonstrierte, wie es der Zufall wollte, einen Ernstfall mit Bergung eines verletzten Schifahrers.

Danach hielt M. Kopriva in der Snowboardstation noch einen Vortrag über Sedoanalgesie auf der Piste und über Hubschrauberindikationen.

Am Abend wurden dann im Hotel die Vorlesungen über postoperative Versorgung von Schulter-, Knie- und Sprunggelenksverletzungen mit aktiven Bewegungsschienen und Orthesen gehalten.

Der zweite Tag wurde wegen Schlechtwetters ausschließlich für eine Wiederholung des Lawinenkurses, Spaltenbergung durch Kameradenhilfe und Abseiltechniken mit fixiertem Sportgerät geübt, ein Adrenalinschub für alle Teilnehmer.

Das Training mit Lawinensonde, VSG-Gerät und Bergungstechniken kann nicht oft genug für den Ernstfall wiederholt werden und macht speziell zu Beginn der Wintersaison Sinn um für den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Nach diesen praktischen Übungen wurde am Nachmittag in der Snowboardstation durch Roman Augustin das Thema Hypothermie- Erstversorgung und Bergung abgehalten. Danach ging es ins Hotel und am Abend wurden die Themen Thromboprophylaktische Maßnahmen mit der AV-Pumpe, Molekulare Orthopädie und Biomechanik des Sprunggelenkes referiert.

Voll mit neuen medizinischen Eindrücken, aber auch begeistert von der Bergwelt rund um den Kaunertaler Gletscher sind wir am Sonntag, nach einer weiteren Schitour und einem Telemarkkurs nach Hause abgereist.

Mehr Information unter www.sportkongress.at.

Unser großer Dank gilt den Sponsoren Arhrex-Orthogen, OPED GmbH , BREG-Orthesen, SEEH VIENNA Surf Fashion, (danke für die Long sleeves) , Lutz Badura + Top-Snowboarding Kaunertal –Team, den Bergführeren Sepp und Hans, Bergrettung Tirol, ÖAMTC-Stützpunkt C5, KH Zams Abteilung f. Unfallchirurgie + Anaesthesie und den Referenten die dieses Meeting großzügig und sehr engagiert unterstützt haben.

keep on boarding

Klaus Dann , GOTS- Schriftführer