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| WÜSTENTRIP
2002 |
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THE DESERT IS ORANGE !
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9.11.2002
8. Etappe Ausflug zum italienischen Fort
- Bir Soltane - Matmata - Ain Tounine -
Mareth - Fähre - Houmt-Souk (ca. 280
km) |
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Früh
am Morgen packen wir unsere Sachen, denn
eine lange Etappe steht vor uns, außerdem
wollen wir nicht mit dem Start der El Chott
in Konflikt kommen. Auf Sandpisten geht's
zum italienischen Fort, von wo man einen
herrlichen Ausblick über die umgebenden
Sicheldünen hat, soweit das Auge reicht.
Dann brettern wir auf der schlimmsten Waschrumpelpiste
der gesamten Tour Richtung Bir Soltane und
genießen Tee und Kekse im Cafe.
Bei der Weiterfahrt Richtung Norden macht
dann Josef einen fürchterlichen Abgang
und die kleine Suzuki gehört ab jetzt
zum Alteisen.
Wir sind sehr betroffen, dass es gerade
ihn so stark geschmissen hat. Glücklicherweise
erleidet er dabei keine schweren Verletzungen,
aber er steht ziemlich unter Schock. Tausend
Gedanken gehen Jörg und mir als Unfallchirurgen
durch den Kopf, was alles sein könnte
und ich versuche diese, nachdem wir ihn
untersucht haben, zu verdrängen. Er
beteuert immer wieder, dass es ihm gut geht.
Touaregs mit einem Pickup halten dann an
und nehmen Josef auf der Ladrampe mit und
bringen ihn zum nächsten Checkpoint
in Matmata, da Guzunga bereits außer
Reichweite ist.
Etwas deprimiert tuckern wir hinter dem
Pickup her und hoffen alle das Beste für
Josef .
In Matmata angekommen fühlt sich Josef
wieder besser, schnappt sich das Ersatzmotorrad
und führt uns über herrliche Bergstrassen
nach Djerba. Dass sowohl der LKW, wie auch
der Landcruiser noch Reifenschäden
haben gehört zum Pisten-Alltag.
In der Dunkelheit setzen wir dann mit der
Fähre auf die Halbinsel Djerba über
und treffen erschöpft und glücklich
im Hotel ein. Wir sind alle sehr erleichtert,
dass Josef wieder der Alte ist, auch wenn
einige Prellungen und Blutergüsse seine
Bewegungen etwas hölzern wirken lassen.
Tags darauf geht's mit dem Flieger wieder
zurück nach Wien und wir können
unsere Eindrücke noch gar nicht so
richtig fassen.
Ein Zitat von Rene Gardi drückt am
besten aus, was wir empfinden: "Es
kommt keiner so aus der Wüste heraus
wie er hineingegangen ist. Ein jeder verändert
sich, ob er will oder nicht und ein jeder
lernt wieder mit sich allein zu sein."
Es war ein toller Trip mit einem Super-Team
und dank Josef Kirzl (www.saharatours.de)
konnten wir die Schönheit der Wüste
auf eine spezielle Art und Weise entdecken,
die uns sonst verborgen geblieben wäre.
Danke Josef!
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