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THE DESERT IS ORANGE !



 
Früh am Morgen packen wir unsere Sachen, denn eine lange Etappe steht vor uns, außerdem wollen wir nicht mit dem Start der El Chott in Konflikt kommen. Auf Sandpisten geht's zum italienischen Fort, von wo man einen herrlichen Ausblick über die umgebenden Sicheldünen hat, soweit das Auge reicht. Dann brettern wir auf der schlimmsten Waschrumpelpiste der gesamten Tour Richtung Bir Soltane und genießen Tee und Kekse im Cafe.

Bei der Weiterfahrt Richtung Norden macht dann Josef einen fürchterlichen Abgang und die kleine Suzuki gehört ab jetzt zum Alteisen.




Wir sind sehr betroffen, dass es gerade ihn so stark geschmissen hat. Glücklicherweise erleidet er dabei keine schweren Verletzungen, aber er steht ziemlich unter Schock. Tausend Gedanken gehen Jörg und mir als Unfallchirurgen durch den Kopf, was alles sein könnte und ich versuche diese, nachdem wir ihn untersucht haben, zu verdrängen. Er beteuert immer wieder, dass es ihm gut geht. Touaregs mit einem Pickup halten dann an und nehmen Josef auf der Ladrampe mit und bringen ihn zum nächsten Checkpoint in Matmata, da Guzunga bereits außer Reichweite ist.



Etwas deprimiert tuckern wir hinter dem Pickup her und hoffen alle das Beste für Josef .

In Matmata angekommen fühlt sich Josef wieder besser, schnappt sich das Ersatzmotorrad und führt uns über herrliche Bergstrassen nach Djerba. Dass sowohl der LKW, wie auch der Landcruiser noch Reifenschäden haben gehört zum Pisten-Alltag.

In der Dunkelheit setzen wir dann mit der Fähre auf die Halbinsel Djerba über und treffen erschöpft und glücklich im Hotel ein. Wir sind alle sehr erleichtert, dass Josef wieder der Alte ist, auch wenn einige Prellungen und Blutergüsse seine Bewegungen etwas hölzern wirken lassen.

Tags darauf geht's mit dem Flieger wieder zurück nach Wien und wir können unsere Eindrücke noch gar nicht so richtig fassen.

Ein Zitat von Rene Gardi drückt am besten aus, was wir empfinden: "Es kommt keiner so aus der Wüste heraus wie er hineingegangen ist. Ein jeder verändert sich, ob er will oder nicht und ein jeder lernt wieder mit sich allein zu sein."

Es war ein toller Trip mit einem Super-Team und dank Josef Kirzl (www.saharatours.de) konnten wir die Schönheit der Wüste auf eine spezielle Art und Weise entdecken, die uns sonst verborgen geblieben wäre.

Danke Josef!