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WÜSTENTRIP 2002
 


THE DESERT IS ORANGE !



"Die Wüste lebt, das sage ich euch. Diese Leere, dieses Schweigen ..... sind bewegter als Volksgedränge auf offenem Markt."

(Antoine de Saint-Exupery)

 
Es war schon immer unser Traum einmal mit dem Motorrad durch die Wüste zu fahren. Dazu braucht man gute Freunde, einen guten Guide, eine KTM und eine gute Kondition.

Charly, Ex-Motocrosser und Schirennläufer, Ironman und Mountainbikefreak aus Langenlois, Jörg, Allroundsportler vom Paragleiten, Windsurfen, Golfen, exzellenter Schiläufer, Endurist und ich als begeisterter Snowboarder, Windsurfer, Mountainbiker und Läufer wollten uns den Traum vom Wüstentrip verwirklichen.



Jörg hat die Sache vorangetrieben, den Reiseveranstalter ausgewählt, Josef Kirzl bürgt für Qualität (www.saharatours.de). Selten einen derart netten Menschen kennengelernt, noch dazu in einer Person, Psychologe, Mechaniker, Sanitäter, Navigator, Fremdenführer, Dolmetscher, Entwicklungshelfer, Naturfreund etc., Respekt Josef.

Geplant war die Tour Anfang November 2002 und wir konnten uns terminlich tatsächlich abstimmen.

Dann ging es los mit der Reisevorbereitung betreffend Motorrad; Reifenwahl, Vergaserabstimmung, Übersetzung ändern , Kupplungsfedern verstärken, Ersatzteile besorgen, Auspuff ummontieren etc. Dank Jörg und nächtelanger Internetrecherchen und Meister Schagerl, "KTM- und Wüstenerfahrener" von der Firma Hentschl / St. Pölten konnten wir unsere KATIS ausreichend gut vorbereiten.

Wie auf rohen Eiern sind wir bei Regen mit der Wüstenbereifung (natürlich Michelin Desert) von St.Pölten nach Wien gedonnert (dank Higashi + Dam-Auspuff) , um wiederum die Motorräder nach Regensburg zu transportieren, denn dort war Treffpunkt bei Josef Kirzls Gastwirtschaft. Die Pannen dieses Transports sind eine eigene Geschichte, wir haben sie gut verdrängt und heute lachen wir bereits darüber.

In Regensburg angekommen lernen wir die Reisegefährten aus Deutschland und Josef, unseren Guide, kennen, der seit 15 Jahren die Sahara zu seiner Heimat gemacht hat.

Mille Mike, Straßenrennfahrer möchte endlich die Wüste durchqueren, weiters Werner, Zahntechniker aus Regensburg, der sich "diese Kerbe in seinen Colt hauen möchte", Christine und Peter, jung verheiratet und schon mit Wüstenerfahrung auf dem "Moped" , diesmal mit dem Landcruiser auf Nummer Sicher unterwegs.

Josef bespricht noch ein paar Details, zeigt uns wunderschöne Bilder aus der Sahara mit stockwerkhohen Sanddünen und dann geben wir unsere KTM,s ab und düsen nach Wien. Die Mopeds werden per "Guzunga" (bedeutet soviel wie "der gute Freund", ein Rundhauben-Allrad-Mercedes-LKW, 35 Jahre) nach Afrika geschippert.
Auf der Heimreise sind wir nachdenklich, haben noch die Bilder der letzten Dakar mit den gestürzten Motorrad-Profis im Hinterkopf, wie sie ihre Maschinen aus dem Sand wuchten, was solls, es wird schon klappen.

Ruhe kehrt ein und wir bereiten uns mental und körperlich auf den Trip vor.

Was mich betrifft forciere ich das Mountainbiken, mache fast täglich brav meine Rückengymnastik und Bauchmuskeltraining und schaffe schön langsam an die hundert Liegestütze mit einer Pause, Laufen dient zum Ausgleich . Charly , ohnehin fit wie ein Turnschuh und Jörg trainieren ebenso, wie viel weiß ich nicht.

Wir sprechen uns noch bezüglich Endurobekleidung, Protektoren, Camelbag, Zelt, Schlafsack, und Proviant ab. Müsli, Elektrolytpulver, Verbandszeug , Medikamente sowie der Drink, der angeblich Flügeln verleiht, müssen verpackt werden. Jörg unser Gourmet macht sich Sorgen um die bevorstehende Essens bzw. Weinqualität, aber Josef hat mit seiner Freundin schon längst vorgesorgt und den LKW bestückt mit Lebensmitteln und den Mopeds nach Afrika verschifft.